Fachtagung #sicherimDienst Austausch, Praxis und starke Vernetzung im öffentlichen Dienst
Rund 130 Teilnehmende aus kommunalen Verwaltungen, Justiz, Sicherheitsbehörden, Kliniken, Schulen und weiteren Bereichen des öffentlichen Dienstes kamen am 30. und 31. März 2026 im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW in Selm zusammen.
Die Fachtagung des Präventionsnetzwerks #sicherimDienst bot Raum für Austausch, Einblicke in die Praxis und neue Impulse für den Umgang mit Gewalt im öffentlichen Dienst.
Fünf Jahre NRW-Initiative: Rückblick und Ausblick verbinden
Fünf Jahre NRW-Initiative „Mehr Schutz und Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Dienst“ bildeten den inhaltlichen Rahmen der Veranstaltung. Im Fokus standen zentrale Fragen: Was hat sich bewährt? Welche Maßnahmen zeigen Wirkung? Und wo bestehen weiterhin Herausforderungen für Organisationen und Beschäftigte?
Die Fachtagung verband damit bewusst Rückblick und Ausblick – mit dem Ziel, bestehende Ansätze einzuordnen, voneinander zu lernen und gemeinsam nächste Schritte zu entwickeln.
Praxis im Fokus: voneinander lernen und gemeinsam weiterdenken
Im Mittelpunkt des ersten Veranstaltungstages stand der fachliche Austausch. In einer Praxiswerkstatt arbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen zu zentralen Fragestellungen – von bewährten Ansätzen über organisatorische Strukturen bis hin zu Führungsverantwortung und zukünftigen Bedarfen.
Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Erfahrungen in den unterschiedlichen Bereichen sind – und gleichzeitig, wie groß das Interesse ist, voneinander zu lernen und gute Lösungen weiterzutragen.
Die Ergebnisse wurden anschließend in einer offenen Fishbowl-Diskussion im Plenum vertieft. Ergänzt wurde das Programm durch kurze Praxisimpulse aus dem Netzwerk, die konkrete Einblicke in unterschiedliche Ansätze und Ideen ermöglichten – kompakt und praxisnah.
Vertiefung und neue Perspektiven
Der zweite Veranstaltungstag startete mit einem Impuls des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen zum Thema Evaluation im Gewaltschutz und der Frage, wie Daten und Erkenntnisse gezielt für die Weiterentwicklung von Maßnahmen genutzt werden können.
Anschließend konnten die Teilnehmenden in sieben Workshops Themen wie dem Umgang mit verbaler Gewalt, baulich-technischen Maßnahmen, Evaluation, Nachsorge oder rechtlichen Fragestellungen vertiefen.
Im Austausch mit Expertinnen und Experten entstanden dabei zahlreiche Impulse und Perspektiven für die eigene Organisation.
Netzwerk lebt vom persönlichen Austausch
Neben den fachlichen Inhalten spielte auch der persönliche Austausch eine zentrale Rolle. Besonders beim gemeinsamen Ausklang am Abend wurde deutlich, wie wichtig Begegnung und Vernetzung für die Arbeit im Netzwerk sind.
Dieser Teil der Veranstaltung wurde durch die International Police Association Nordrhein-Westfalen (IPA NRW) als Netzwerkpartner von #sicherimDienst begleitet und bot zugleich Einblicke in deren Engagement.
Gemeinsam weitergehen
Die Fachtagung hat gezeigt, wie groß das Engagement im Netzwerk ist – und wie wichtig es ist, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und gemeinsam weiterzuentwickeln.
„Der öffentliche Dienst ist beim Gewaltschutz auf einem guten Weg. Unser Netzwerk lebt, unterstützt niedrigschwellig und macht gute Praxis sichtbar – wir müssen das Rad nicht neu erfinden, sondern voneinander lernen und gemeinsam wirksame Lösungen für den Alltag entwickeln. Austausch und behördenübergreifende Zusammenarbeit sind die Stichwörter“, so Netzwerkkoordinator Andre Niewöhner.
Die Impulse und Ergebnisse der Fachtagung werden in die weitere Arbeit des Netzwerks einfließen. Ziel bleibt es, den Austausch zu verstetigen, neue Themen aufzugreifen und den Schutz von Beschäftigten im öffentlichen Dienst nachhaltig zu stärken.